Skigebiet finden icon
Deutsch, Deutschland | Change language
Skandinavien
Europa
Nordamerika
Liechtenstein Belgien Niederlande Deutschland Tschechien Österreich Slowenien Schweiz Polen Slowakei Rumänien Bulgarien Italien Frankreich Andorra Spanien

Hirscher gewinnt Krimi in Schladming: Dopfer und Neureuther scheiden aus

Skiinfo.de / sid am 24.01.2012 - 21:40 Uhr
© Christophe PALLOT/AGENCE ZOOM
Es war wieder ein Spektakel, der Nachtslalom in Schladming (AUT). Über 40.000 Zuschauer durften sich am Ende über einen Heimsieg durch Marcel Hirscher freuen. Stefano Gross und Mario Matt waren ebenfalls auf dem Podest.

Startnummer 1 als Vorteil für Hirscher – Dopfer trotzt den Bedingungen

Die Startnummer 1 hatte Marcel Hirscher gezogen und damit zog er auch auf der aufgeweichten Planai-Piste in Schladming das große Los. Mit einem sehr guten Lauf und noch fast perfekten Bedingungen fuhr er an die Spitze nach Durchgang eins. 0,75 Sekunden langsamer war Landsmann Mario Matt als Zweiter. Dahinter wurde es eng. Fritz Dopfer war nur 0,10 Sekunden hinter Matt und beeindruckte zum wiederholten Male in diesem Winter mit einer beherzten Fahrt durch einen bereits ruppigen Kurs.

Neureuther patzt in Durchgang eins und wird disqualifiziert

Felix Neureuther dagegen verspielte seine Chancen erneut bereits im ersten Lauf. Nach 22 Fahrsekunden rutschte er in einer Linkskurve weg, kam zum Stehen, stieg auf eine Torstange, kämpfte sich aber mit 2,39 Sekunden Rückstand auf Hirscher ins Ziel. Bei der ersten Zwischenzeit hatte Neureuther vor 40.000 Zuschauern 0,23 Sekunden vor Hirscher gelegen. Nach Ende des Durchgangs wurde der Deutsche dann wegen des Torfehlers aber dennoch disqualifiziert und war im Finale somit nicht mehr dabei.

Missilier mit erster Duftmarke

Das Finale begann um 20.45 Uhr und konnte mit großartiger Stimmung wie immer überzeugen. Die Bedingungen wurden durch den leichten Schneefall auch nicht einfacher, aber die Slalom-Artisten begeisterten die Zuschauer. Die erste gute Zeit setzte dann Steve Missilier, der schon in Kitzbühel im Finale nach vorne gefahren ist. In Schladming gelang ihm wieder ein guter, aber kein perfekter Lauf. Dennoch ging es für den Franzosen mit Laufbestzeit viele Plätze voran und am Ende stand der elfte Rang.

Yuasa greift an

Erst Reinfried Herbst als 18. nach dem ersten Durchgang war in der Lage, die Zeit von Missilier zu schlagen. Doch für eine vordere Platzierung reichte es für den Österreicher auch nicht. Wenig später gelang Naoki Yuasa mit enger Linie und Aggressivität eine sehr gute Fahrt und der Japaner legte erst einmal für die Konkurrenz vor. Da konnten so große Namen wie Benjamin Raich, Manfred Pranger, Manfred Moelgg und auch Ted Ligety nicht mithalten und fielen zurück.


Kostelic zu vorsichtig, Gross mit Attacke

Um die Podestplätze ging es dann endgültig, als Stefano Gross aus Italien an den Start ging. Als Siebter nach Lauf eins, attackierte er direkt von oben weg und fuhr einen technisch sauberen Lauf. Das reichte für die Führung zunächst. Dann wollte es Ivica Kostelic wissen. Der Kroate verlor aber schon oben das Rennen, machte dann Zeit gut, doch es leuchtete nur Rang zwei auf im Ziel. Platz vier am Ende für den Kroaten. Auch Jens Byggmark und Andre Myhrer, die beiden Schweden, zeigten keine fehlerfreien Fahrten und waren weit zurück. Es führte weiterhin Gross.

Dopfer stark, aber fädelt ein

Was machte dann Dopfer? Der Deutsche war sofort im Lauf und hatte die beste Zwischenzeit, doch im Steilhang kurz vor der Vertikalen war er etwas spät dran und fädelte ein. Was für ein Pech! Das wäre sicher ein Lauf für das Podium gewesen. Auch Matt danach fuhr oben gut, dann verlor er etwas Zeit und im Ziel fehlten ihm 0,07 Sekunden auf Gross.

Hirscher nicht fehlerfrei, aber siegreich

Hirscher war der letzte Fahrer und hatte einen großen Vorsprung auf Gross. Die Kulisse bebte und trug den Österreicher zum Sieg. Hirscher fuhr bei weitem nicht optimal, aber der Vorsprung reichte und damit feierte Österreich den Sieger. Unten hatte Hirscher den Sieg mit aggressiver Fahrt gerettet und holte den vierten Weltcupsieg der Karriere.

Die Herren reisen nun nach Garmisch-Partenkirchen, wo eine Abfahrt und ein Super-G am Wochenende auf dem Programm stehen.

Anzeige

Eure Meinung ist gefragt:
In Squaw Valley gibt es nun ein Starbucks Ski-In. Was haltet ihr davon?
Letzter Schneefall (18-FEB-12)

Anzeige