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Hirscher gewinnt Thriller in Adelboden: Raich zurück in der Weltspitze

Skiinfo.de / sid am 07.01.2012 - 14:25 Uhr
© Alain GROSCLAUDE/AGENCE ZOOM
Was für ein Ski-Fest in Adelboden (SUI)! Marcel Hirscher (AUT) gewann den schweren Riesenslalom auf dem legendären Chuenisbärgli hauchdünn vor seinem Landsmann Benjamin Raich und Massimiliano Blardone aus Italien. Ted Ligety (USA) wurde Vierter, während Fritz Dopfer nach toller Fahrt im ersten Durchgang kurz vor Ende ausschied.

Hirscher und Ligety vorne nach Durchgang 1

Im ersten Durchgang schon gaben die beiden Favoriten im Hexenkessel in Adelboden den Ton an. Zunächst legte Ted Ligety aus den USA vor und fuhr Bestzeit. Doch sein Widersacher Marcel Hirscher (AUT) schlug zurück und ging mit 0,07 Sekunden Vorsprung in das Finale. Der Dritte, Massimiliano Blardone aus Italien, war 0,33 Sekunden zurück.

Dopfer stark, aber ausgeschieden

Der Deutsche Fritz Dopfer dagegen war nicht im Finale dabei. Er zeigte zu Beginn eine hervorragende Fahrt und sorgte sogar für eine Zwischenbestzeit oben. Doch dann stürzte der 24-Jährige im sehr steilen Zielhang am vorletzten Tor und war draußen. "Das ist natürlich bitter, aber es war ganz klar ein Fahrfehler", sagte Dopfer. Auch der zweite deutsche Starter, Stefan Luitz, verpasste den zweiten Durchgang, sodass der Finaldurchgang ohne deutsche Beteiligung über die Bühne ging.

Mermillod Blondin kommt nach vorne – Svindal scheidet aus

Auch im Finale waren die Bedingungen schwierig für die Läufer. Flache Sicht bei den vielen Bodenwellen machten das Rennen auf dem schweren Hang zu einer wahren Prüfung. Den ersten Richtwert setzte der Franzose Thomas Mermillod Blondin, der als 25. nach dem ersten Durchgang durch eine gute Fahrt einige Plätze gut machen konnte. Aksel Lund Svindal aus Norwegen erwischte keinen guten Tag und schied aus.

Pinturault gelingt Traumlauf

Die Bestzeit von Mermillod wurde dann etwas später von seinem eigenen Teamkollegen Alexis Pinturault pulverisiert. Der junge Franzose fuhr tadellos auf dem schweren Hang und war deutlich vorne. Diese Bestzeit war eine Ansage an die Konkurrenz und bekannte Namen wie Carlo Janka, Kjetil Jansrud, Ivica Kostelic oder auch Davide Simoncelli konnten die Zeit nicht knacken. Pinturault war wirklich eine tolle Fahrt gelungen und wurde Siebter am Ende.


Schweizer schwer geschlagen

Die Schweizer wurden bei ihrem Heimrennen schwer geschlagen. Didier Cuche war als Achter bester Eidgenosse nach Lauf eins, doch im Finale hatte Cuche einige kleine Fehler und fiel zurück. Am Ende war Cuche als 16. zweitbester Schweizer. Carlo Janka war etwas besser und landete im Endklassement auf dem 12. Rang. Was für eine Enttäuschung für die Zuschauer.

Raich zurück in der Weltspitze

Doch die Party auf der Piste ging weiter. Benjamin Raich meldete sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurück. Er fuhr einen tollen Lauf und ging zunächst einmal in Führung. Vorjahressieger Cyprien Richard aus Frankreich konnte die Zeit des Pitztalers auch nicht schlagen, ebenso wenig wie Richards Landsmann Missilier, der weiter zurückfiel. Auch Massimiliano Blardone hatte Probleme im Mittelteil, attackierte dann im Zielhang und war um 0,02 Sekunden hinter Raich.

Hirscher siegt - Ligety nicht auf dem Podest

Dann ging es um den Sieg. Ligety musste vorlegen und fuhr rund oben, dann aber nicht ideal und war im Ziel 0,06 Sekunden hinter Raich und damit nur Dritter. Dann Hirscher! Abgeklärt und sicher fuhr er das Rennen herunter und holte sich den nächsten Sieg. Damit gab es einen Doppelsieg für Österreich und Ligety war nur Vierter. Hirscher dagegen baute seinen Vorsprung im Gesamtweltcup weiter aus.

Am Sonntag sind die Herren beim Slalom in Adelboden gefragt.

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