Portrait - Julia Mancuso

© GEPA Pictures/Völkl
Julia Mancuso wurde am 09.03.1984 in Squaw Valley, Kalifornien geboren. Die amerikanische Fahrerin, der mit Sicherheit die Zukunft gehören wird, konnte bereits mit 15 Jahren ihr Debüt im Weltcup geben. In Copper Mountain fuhr die äußerst vielseitige und damit auch in der Kombination der nächsten Jahre zu beachtende Mancuso den Slalom, konnte sich jedoch noch nicht für den zweiten Lauf qualifizieren.
Undankbarer vierter Rang bei der Junioren-WM 2000
Bei der Junioren-WM in Mont Ste-Anne im Jahr 2000 wurde die Amerikanerin im Super-G von der heutigen Spitzenathletin Anja Pärson, die den Slalom und Riesenslalom gewinnen konnte, auf den vierten Platz verdrängt und durfte leider nicht auf das Treppchen steigen. Doch als sehr junge Läuferin bemerkten da schon viele, dass aus Mancuso mal eine starke Weltcup-Fahrerin werden würde.
Ihre ersten Punkte im 'Konzert der Besten' erreichte Julia dann 2001 in Cortina d'Ampezzo, als ein 27. Rang im Super-G heraussprang. Immerhin ein Platz besser war sie dann beim Slalom in Garmisch-Partenkirchen, immer noch nur 16 Jahre jung.
Mit 17 Jahren bei den Olympischen Spielen
In Salt Lake City in ihrem Heimatland konnte die 17-jährige Mancuso in der Kombination ihr Potenzial abermals unter Beweis stellen. Als 13. verpasste sie zwar den Sprung unter die Top 10, doch das nötige Selbstvertrauen stellte sich ein, so dass die Junioren-WM kurze Zeit später zum Triumphzug von Julia Mancuso werden sollte. Unglaubliche drei Goldmedaillen errang sie für sich. In der Abfahrt, im Riesenslalom und in der Kombination war sie nicht zu schlagen.
Und auch im Weltcup ging die Reise langsam aber sicher nach oben. Zahlreiche Plätze wie der 17. in Aspen 2002 oder der fünfte in der Kombination in Lenzerheide wurden keine Ausnahmen, sondern regelmäßig gezeigt. Bei der WM in St. Moritz wurde sie Siebte der Kombination, weniger als 1,5 Sekunden von einer Medaille entfernt.
2003/2004 geht der Weg weiter nach oben
Der Verlauf der Saison 2003/2004 verlief mit gemischten Gefühlen für den angehenden Weltstar. Im Weltcup hatte sie sich sicherlich mehr vorgenommen als die zwei zehnten Plätze in Cortina d'Ampezzo und Levi, enttäuschen tat sie aber auch hier keineswegs. Bei der Junioren-WM musste sie sich mit einer Bronzemedaille im Super-G zufrieden geben. Kurios das Ende der Saison: Mancuso wurde bei den nationalen Meisterschaften in allen vier Wettbewerben, die sie fuhr, Zweite! Hoffentlich kein böses Omen für den weiteren Karriereverlauf.
Guter Saisonverlauf 2004/2005
Dreizehn Top-Ten-Resultate in allen vier Disziplinen zeugen von den Allrounder-Qualitäten des US-Girls. Der Sprung aufs Podest blieb ihr allerdings im Weltcup 2004/2005 verwehrt. Anders lief es bei der Weltmeisterschaft in Bormio, als sie noch einen drauf gesetzt hat und sich zum ersten Mal zwei Bronzemedaillen holte. Bei weiter ansteigender Tendenz, düfte sie in Zukunft sogar um den Gesamtweltcup mitfahren.
Olympia-Gold 2006
Die Saison 2005/2006 begann verhalten für die Amerikanerin. Kurz vor dem Höhepunkt, den Olympischen Winterspielen in Turin, konnte sie allerdings in Cortina d'Ampezzo und Ofterschwang erstmals auf das Podest fahren. Bei den Spielen selbst gelang ihr dann der große Wurf: Im Nebel von Sestriere holte sie sich bei schwierigen Bedingungen den ersten Saisonsieg im Riesenslalom und damit die Goldmedaille. Nach Olympia sank zunächst die Leistungskurve, doch bei den US-Amerikanischen Meisterschaften in Sugarloaf im März 2006 mischte Julia Mancuso als Zweite, Dritte und Vierte ganz vorne mit.
Ein Schritt zurück?
Nach einer überzeugenden Saison 2007 mit vier Siegen und einem zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft in Are in der Kombination, gingen die Leistungen in der Saison 2008 ein Stück weit zurück. Mancuso war eine beständige Top Ten Fahrerin in allen Disziplinen, ausgenommen dem Slalom, aber war sie nicht in der Lage die Weltklassefahrerinnen dieser Saison zu schlagen. So belegt sie in den vier Disziplinenwertungen (SG+GS+DH+K) und im Gesamtweltcup jeweils einen Platz unter den Top Ten. Die Beständigkeit des Allround-Talents stimmt dementsprechend nur der kleine aber wichtige Fortschritt in die absolute Weltklasse fehlt noch.
Wie Phönix aus der Asche
Nach vielen Rückschlägen reiste Julia Mancuso zu den Olympischen Spielen in Vancouver. Im ersten Rennen, der Abfahrt zeigte sie eine fast vergessene Aggressivität und raste völlig überraschend zur Silbermedaille. Mit diesem Rückenwind und viel Selbstvertrauen ging Mancuso dann einen Tag später in die Super-Kombination. Dort wiederholte sie wieder überraschend ihren Coup vom Vortag und sicherte sich eine weitere Silbermedaille.
2010/2011:Erneut Silber bei der WM
Mancuso wurde ihrem Ruf als Medaillensammlerin auch bei der WM 2010/2011 gerecht. Zwar hatte sie auch im Weltcup schon bei einigen Rennen das Podium erreichen können, beim Auftaktrennen der WM war sie aber nicht als Top-Favoritin gehandelt worden. Dass es nicht Gold wurde, lag an gerade fünf Hundertstelsekunden. Beim Weltcup-Finale in Lenzerheide (SUI) fuhr die US-Amerikanerin dann nochmal groß auf und gewann die Abfahrt.
Sieg in Garmisch
Im Übergangswinter 2011/2012 gab es für die Amerikanerin Highlights und Tiefpunkte. Stark gestartet bei den Speedrennen in Übersee blieb sie im Riesenslalom oft blass und hatte auch bei einigen Rennen Aussetzer. Am besten lief es im Super-G, in Garmisch holte Mancuso Anfang Februar den ersten Saisonsieg, in Moskau beim City Event im Parallel-Slalom zwei Wochen später den zweiten.
Steckbrief:
Geboren: 09.03.1984
Nation: USA
Heimatverein: Squaw Valley Skiteam
Größe: 167 cm
Gewicht: 64 kg
Undankbarer vierter Rang bei der Junioren-WM 2000
Bei der Junioren-WM in Mont Ste-Anne im Jahr 2000 wurde die Amerikanerin im Super-G von der heutigen Spitzenathletin Anja Pärson, die den Slalom und Riesenslalom gewinnen konnte, auf den vierten Platz verdrängt und durfte leider nicht auf das Treppchen steigen. Doch als sehr junge Läuferin bemerkten da schon viele, dass aus Mancuso mal eine starke Weltcup-Fahrerin werden würde.
Ihre ersten Punkte im 'Konzert der Besten' erreichte Julia dann 2001 in Cortina d'Ampezzo, als ein 27. Rang im Super-G heraussprang. Immerhin ein Platz besser war sie dann beim Slalom in Garmisch-Partenkirchen, immer noch nur 16 Jahre jung.
Mit 17 Jahren bei den Olympischen Spielen
In Salt Lake City in ihrem Heimatland konnte die 17-jährige Mancuso in der Kombination ihr Potenzial abermals unter Beweis stellen. Als 13. verpasste sie zwar den Sprung unter die Top 10, doch das nötige Selbstvertrauen stellte sich ein, so dass die Junioren-WM kurze Zeit später zum Triumphzug von Julia Mancuso werden sollte. Unglaubliche drei Goldmedaillen errang sie für sich. In der Abfahrt, im Riesenslalom und in der Kombination war sie nicht zu schlagen.
Und auch im Weltcup ging die Reise langsam aber sicher nach oben. Zahlreiche Plätze wie der 17. in Aspen 2002 oder der fünfte in der Kombination in Lenzerheide wurden keine Ausnahmen, sondern regelmäßig gezeigt. Bei der WM in St. Moritz wurde sie Siebte der Kombination, weniger als 1,5 Sekunden von einer Medaille entfernt.
2003/2004 geht der Weg weiter nach oben
Der Verlauf der Saison 2003/2004 verlief mit gemischten Gefühlen für den angehenden Weltstar. Im Weltcup hatte sie sich sicherlich mehr vorgenommen als die zwei zehnten Plätze in Cortina d'Ampezzo und Levi, enttäuschen tat sie aber auch hier keineswegs. Bei der Junioren-WM musste sie sich mit einer Bronzemedaille im Super-G zufrieden geben. Kurios das Ende der Saison: Mancuso wurde bei den nationalen Meisterschaften in allen vier Wettbewerben, die sie fuhr, Zweite! Hoffentlich kein böses Omen für den weiteren Karriereverlauf.
Guter Saisonverlauf 2004/2005
Dreizehn Top-Ten-Resultate in allen vier Disziplinen zeugen von den Allrounder-Qualitäten des US-Girls. Der Sprung aufs Podest blieb ihr allerdings im Weltcup 2004/2005 verwehrt. Anders lief es bei der Weltmeisterschaft in Bormio, als sie noch einen drauf gesetzt hat und sich zum ersten Mal zwei Bronzemedaillen holte. Bei weiter ansteigender Tendenz, düfte sie in Zukunft sogar um den Gesamtweltcup mitfahren.
Olympia-Gold 2006
Die Saison 2005/2006 begann verhalten für die Amerikanerin. Kurz vor dem Höhepunkt, den Olympischen Winterspielen in Turin, konnte sie allerdings in Cortina d'Ampezzo und Ofterschwang erstmals auf das Podest fahren. Bei den Spielen selbst gelang ihr dann der große Wurf: Im Nebel von Sestriere holte sie sich bei schwierigen Bedingungen den ersten Saisonsieg im Riesenslalom und damit die Goldmedaille. Nach Olympia sank zunächst die Leistungskurve, doch bei den US-Amerikanischen Meisterschaften in Sugarloaf im März 2006 mischte Julia Mancuso als Zweite, Dritte und Vierte ganz vorne mit.
Ein Schritt zurück?
Nach einer überzeugenden Saison 2007 mit vier Siegen und einem zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft in Are in der Kombination, gingen die Leistungen in der Saison 2008 ein Stück weit zurück. Mancuso war eine beständige Top Ten Fahrerin in allen Disziplinen, ausgenommen dem Slalom, aber war sie nicht in der Lage die Weltklassefahrerinnen dieser Saison zu schlagen. So belegt sie in den vier Disziplinenwertungen (SG+GS+DH+K) und im Gesamtweltcup jeweils einen Platz unter den Top Ten. Die Beständigkeit des Allround-Talents stimmt dementsprechend nur der kleine aber wichtige Fortschritt in die absolute Weltklasse fehlt noch.
Wie Phönix aus der Asche
Nach vielen Rückschlägen reiste Julia Mancuso zu den Olympischen Spielen in Vancouver. Im ersten Rennen, der Abfahrt zeigte sie eine fast vergessene Aggressivität und raste völlig überraschend zur Silbermedaille. Mit diesem Rückenwind und viel Selbstvertrauen ging Mancuso dann einen Tag später in die Super-Kombination. Dort wiederholte sie wieder überraschend ihren Coup vom Vortag und sicherte sich eine weitere Silbermedaille.
2010/2011:Erneut Silber bei der WM
Mancuso wurde ihrem Ruf als Medaillensammlerin auch bei der WM 2010/2011 gerecht. Zwar hatte sie auch im Weltcup schon bei einigen Rennen das Podium erreichen können, beim Auftaktrennen der WM war sie aber nicht als Top-Favoritin gehandelt worden. Dass es nicht Gold wurde, lag an gerade fünf Hundertstelsekunden. Beim Weltcup-Finale in Lenzerheide (SUI) fuhr die US-Amerikanerin dann nochmal groß auf und gewann die Abfahrt.
Sieg in Garmisch
Im Übergangswinter 2011/2012 gab es für die Amerikanerin Highlights und Tiefpunkte. Stark gestartet bei den Speedrennen in Übersee blieb sie im Riesenslalom oft blass und hatte auch bei einigen Rennen Aussetzer. Am besten lief es im Super-G, in Garmisch holte Mancuso Anfang Februar den ersten Saisonsieg, in Moskau beim City Event im Parallel-Slalom zwei Wochen später den zweiten.
Steckbrief:
Geboren: 09.03.1984
Nation: USA
Heimatverein: Squaw Valley Skiteam
Größe: 167 cm
Gewicht: 64 kg
| Saison | Gesamt | Super-G | Slalom | Riesenslalom | Kombination | Abfahrt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011/2012 | 7. | 931 | 2. | 381 | 40. | 20 | 9. | 233 | 22. | 20 | 5. | 277 |
| 2010/2011 | 4. | 961 | 3. | 315 | 52. | 10 | 9. | 181 | 8. | 88 | 3. | 367 |
| 2009/2010 | 20. | 359 | 16. | 124 | 27. | 41 | 22. | 18 | 9. | 176 | ||
| 2008/2009 | 27. | 285 | 27. | 55 | 42. | 20 | 17. | 124 | 35. | 12 | 24. | 74 |
| 2007/2008 | 7. | 938 | 8. | 238 | 28. | 63 | 5. | 253 | 6. | 102 | 7. | 282 |
| 2006/2007 | 3. | 1356 | 4. | 273 | 24. | 77 | 4. | 275 | 2. | 195 | 2. | 536 |
| 2005/2006 | 8. | 755 | 6. | 239 | 22. | 75 | 11. | 212 | 8. | 53 | 11. | 176 |
| 2004/2005 | 9. | 659 | 13. | 136 | 26. | 83 | 7. | 230 | 6. | 40 | 10. | 170 |
| 2003/2004 | 54. | 128 | 27. | 54 | 31. | 54 | 58. | 3 | 42. | 17 | ||
| 2002/2003 | 46. | 159 | 25. | 53 | 44. | 17 | 5. | 45 | 27. | 44 | ||
| 2001/2002 | 73. | 81 | 38. | 9 | 17. | 24 | 33. | 48 | ||||
grau = Weltcup-Punkte
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