Am vergangenen Wochenende fand oberhalb des Städtchens Claut in Julisch Venetien der zweite Weltcupbewerb der Skibergsteiger in dieser Saison statt. Im Rahmen des bekannten Tourenski-Rennens "Transclautana" kämpften neben 200 Amateuren rund 70 Weltklasseathleten um Punkte für den Weltcup.
Technisch anspruchsvolle Strecke
Das Rennen führte über etwa 1.500 Höhenmeter im Anstieg und 1.700 Höhenmeter in der Abfahrt mit fünf Anstiegen, fünf Abfahrten sowie zwei alpinen Kletterpassagen, auf denen die Ski auf dem Rucksack mitzutragen waren. Speziell die Abfahrten waren durch dichten Wald nicht ungefährlich, Konzentration war gefragt. Insgesamt war das Rennen sehr technisch, so Alex Lugger vom österreichischen Team: "Die Abfahrten waren teilweise sehr schwierig, wir haben da lieber etwas Gas rausgenommen, statt einen Sturz oder eine Verletzung zu riskieren und die Saison aufs Spiel zu setzen."
Troillet und Pedranzini souverän
Kein Zögern gab es offenbar bei den Siegern des Rennens: bei den Herren ging die Entscheidung an Florent Troillet (SUI) in 1:46:26, bei den Damen Roberta Pedranzini (ITA) mit 2:11:14 Stunden. Auch einige deutsche und österreichische Athleten waren in Claut am Start. Sie konnten allerdings nicht vorne mitmischen: Die Österreicher Lugger (19.), Klocker (22.) und Stock (25.) waren dabei noch stärker als das Deutsche Team mit Echtler (30.), Schuster (32.), Strobel (35.) und Lex (46.).
In der Gegend rund um Claut wird übrigens 2011 die Weltmeisterschaft der Tourengeher stattfinden, das jetzige Rennen hatte also auch den Vorteil einer eingehenden Beschäftigung mit dem Gelände.
- Karl Posch, Askimo
- skimountaineering.org