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Lawinen-Special Teil I: Faszination abseits der Pisten

Skiinfo.de am 15.12.2003 - 14:01 Uhr
© www.tirolergletscher.com
Berge sind erhaben - steinalt harren sie der Dinge, die uns bewegen. An ihnen spiegelt sich mit ihren Gipfeln und Tälern mancher Lebensweg mit seinen Höhen und Tiefen. Jenseits des "Trubels" sucht eine große Anzahl Aktiver die sportliche Herausforderung und das individuelle Naturschauspiel bei einer geruhsamen Wanderung, einer anspruchsvollen Klettertour oder einer einsamen Skitour - fern der Verbauung und des Massentourismus. Doch nach dem Lawinenwinter 1999, immer häufiger werdenen Freeride-Abenteuern und zahlreichen Unglücken von Skitourensportlern wuchs in den vergangenen Jahren das Bedürfnis nach einem verbesserten Lawinen-Know-How - zum Schutz vor der weißen Gefahr. In zehn Teilen klären wir euch auf: Wie entstehen Lawinen? Wo ist es besonders gefährlich? Was ist die beste Prävention? Welche Hilfsmittel gibt es?


Individueller Nervenkitzel und Gesellschaft
Wie kam es zu Beginn des 20. Jahrhundert zu dem ungewöhnlichen Boom des Outdoor-Sports und den Wunsch vieler "Städter", die Welt der Berge zumindest in ihrem Urlaub näher kennen zu lernen? In drei Interviews mit Experten gingen wir dieser Frage auf den Grund und fanden mit Rainer Brämer, Rolf Majcen und Peter Geyer Antworten.

Interview: Recht auf Natur
Der sozialwissenschaftliche Naturwissenschaftler und "Wanderpapst" Rainer Brämer von der Universität Marburg meint, wir brauchen Natur, "um uns ins Lot zu bringen". Im Zusammenhang mit seinen natursoziologischen und partiell naturpsychologischen Untersuchungen bietet das Wandern eine optimale Praxisverbindung, weil diese "gehende Fortbewegung" nachweislich den intensivsten Naturkontakt überhaupt ermöglicht. Die sinnliche Wahrnehmung von Natur ist beim Wandern einfach am größten, weil die eigene Natur optimal in das Geschehen einbezogen wird.

Interview mit Rolf Majcen
Der niederösterreichische Skibergsteiger und Extremsportler spricht im Interview über seine Motivation, die Berge auf Skiern zu erschließen.

Interview mit Peter Geyer
Peter Geyer ist Präsident der Internationalen Vereinigung der Bergführerverbände (IVBV) und auch in dessen deutschen Ableger aktiv. Schwerpunktmäßig kümmert er sich um alle beruflichen Angelegenheiten nationaler und internationaler Bergführer, insbesondere um Fragen des Risikomanagements im alpinen Bereich.
Was meint der Bergführer lockt den Menschen in die Berge? Lest die Antwort im Interview!

Quellen und Literatur
- www.vdbs.de
- Günter Durner und Alexander Römer, Lawinen Know-How, 1. Aufl. 2003, ISBN 3-9807101-5-7
- Günter Durner und Alexander Römer, Erste Hife Bergrettung, 1. Auflage 2002, ISBN 3-9807101-2-2
- Werner Munter, 3x3 Lawinen - Entscheiden in kritischen Situationen, 2. Aufl. 1999, ISBN 3-00-002060-8
- Martin Engler, Die weiße Gefahr: Schnee und Lawinen..., 1. Aufl. 2001, ISBN 3-9807591-1-3