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Risikomanagement auf dem Nebelhorn: „Das Leben in einer Lawine ist relativ kurz“

Andrea Reck am 24.01.2011 - 16:12 Uhr
© Bergschule Oberallgäu
„Lawinenunfälle kommen immer näher an die Skigebiete heran. In der Schweiz sind bereits die Hälfte der Opfer Variantenfahrer“, erklärte Bernd Zehetleitner, Einsatzleiter der Bergwacht Bayern und Chef der Bergschule Oberallgäu, beim Allgäuer Lawinentag am 23. Januar vor zweihundert Teilnehmern.

Knackig-informative Vorträge
Während auf dem 2.224 Meter hohen Nebelhorn die Sonne strahlt, lauschen die vorwiegend jungen Allgäuer im Seminarraum der Mittelstation Höfatsblick den knackig-informativen Vorträgen der Bergführer und Ärzte der Allgäuer Bergwacht. Der kurzen Lawinenkunde (was unterscheidet eine Lockerschneelawine von einer Schneebrettlawine - die übrigens 90% aller Lawinenunfälle verursacht -, was ist im Schattenhang anders als in der Sonne, wie „schont“ eine Tourengruppe die Schneedecke), wird der Lawinenlagebericht erklärt.

Was gehört in den Tourenrucksack?
Und dann geht’s endlich raus. Das imposante Nebelhorn im Rücken und 120 Zentimeter Schnee unter den Schuhen erklären die Bergführer ihren kleinen Gruppen, wie man einen Hang beurteilt und mit Verschüttetengeräten umgeht. Und natürlich was in den Tourenrucksack gehört. Erstaunlich, was Bergführer Udo aus seinem kleinen Rucksack alles hervorzaubert. Zwei Paar Handschuhe müssen auf jeden Fall mit, erklärt er – selbst ohne Handschuhe bei minus 15 Grad. Darauf angesprochen meint er nur, es sei doch nicht kalt heute. „Am Mount McKinley haben wir bei minus 50 Grad im Zelt übernachtet“.

Simulation einer Kameradenrettung
Nach der Mittagspause, die einige Teilnehmer für eine kurze Abfahrt nutzen, wird’s vollends spannend. Die Bergwacht simuliert auf einem realen Lawinenfeld Kameradenrettung und Bergwachteinsatz mit Recco-Reflektoren. Star ist allerdings ihr Suchhund, ein respektabler Husky, der den „Verschütteten“ schnell findet. Anschließend werden (im Warmen) neueste Verschüttetensuchgeräte vorgestellt, zudem Airbag, Avalanche Ball, Avalung. Nachdem das Gefahrenbewusstsein geschärft ist, sollte man sein Wissen vertiefen. Lawinensicherheits-Wochenenden bis Februar findet man unter www.alpinschule.de Derzeit gibt es im Alpenraum pro Jahr etwa 120 Lawinentote. Das müsste nicht sein.

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Frage
Der Winter ist so gut wie vorbei - wie war eure Skisaison 2011/2012?

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Skiurlaub finden Sie auf www.sportlerfrage.net

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